Das Bewerbungsgespräch: Eine Frage der Perspektive

Von Nusha Namdar - 12. Juli 2018, 13:44 Uhr
Bewerbungsgespräch und Perspektive

Heute…

…in Zeiten knapper Fach- und Führungskräfte auf dem Arbeitsmarkt wird es für Personaler immer schwieriger, einen passenden Kandidaten aus dem kaufmännischen Bereich für das eigene Unternehmen zu finden. Auch für den Kandidaten will die Entscheidung für einen neuen Arbeitgeber gut überlegt sein. Denn es besteht immer auch eine gewisse Unsicherheit: Ist der neue Job tatsächlich der richtige? Deshalb gilt in den Vorstellungsgesprächen für beide Seiten: Nur mit einer glaubhaft vermittelten gegenseitigen Nutzensteigerung, einem authentischen, sympathischen Auftreten und einer Begegnung auf Augenhöhe wird eine Einigung am ehesten möglich sein.

War for Talents

Aus der Sicht des Kandidaten nimmt der Personaler die Bewerberposition ein. Außerdem wer wartet schon gerne über zwei Wochen auf eine Antwort, wenn es um die Zu- oder Absage zu einem Bewerbungsgespräch geht. Geschwindigkeit und Prozesssicherheit sind wesentliche Faktoren bei der Mitarbeitersuche. Vor allem aus dem Grund, dass der Wettbewerb im „War for Talents“ groß ist. Diese müssen aber mit Empathie, Fairness und Tiefgang im Gespräch einhergehen.

Der Bewerber erwartet heute (wie der Personaler auch) ein gut vorbereitetes, wertschätzendes und ehrliches Gespräch über die konkreten Aufgabenstellungen, Entwicklungsperspektiven und Herausforderungen. Das stumpfe Abfragen von ersichtlichen Stationen im Lebenslauf sowie intransparente und nicht zu haltende Beschreibungen des Anforderungsprofils lassen das Interesse von guten Kandidaten schnell verblassen.

Wer mit durchdachten und fairen Fragen sowie ausreichend Zeit einen werthaltigen Dialog überzeugend entwickelt, hat hingegen beste Chancen den Bewerber vom Unternehmen und den zukünftigen Kollegen zu überzeugen.

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