Technology Bremen beim Fahrsicherheitstraining

Von Nusha Namdar - 13. Februar 2019, 10:39 Uhr
Fahrsicherheitstraining mit der JOB AG

Anfang August ist es nach langer Planung soweit. Mit Spannung fahren wir mit unseren Firmenfahrzeugen zum FAHRSICHERHEITSTRAINING bzw. VBG PKW Unfallverhütungstraining. Überraschung! Der Ort des Geschehens ist eine Kaserne mit viel Platz und ohne Straßenverkehr. Die Öffentlichkeit ist vorübergehend vor uns sicher, denn wir sind für diesen Nachmittag einkaserniert!

Wir standen mit unseren Fahrzeugen auf einer Betonplatte, die ca. zwei Hektar, also 20.000 m² (!), groß ist. Der Fahrtrainer wies uns sachlich und ernsthaft mit präzisen Informationen in die Aufgaben ein. Wir merkten, der Spaß hört hier auf. Wir waren in einer Kaserne.

Slalomfahrt? Das kriegen wir hin!

Das Training startete mit einer rasanten Slalomfahrt durch fünf Hütchen verteilt auf ca. 80 m Strecke. Dies wurde fünfmal wiederholt, wir reizten die „Physik“ von Mal zu Mal immer weiter aus. Schließlich fuhren wir mit fast 50 km/h Spitze in die Kurven rein. Die Reifen quietschten, das Adrenalin schlug Purzelbäume und wir hatten fast Angst, dass der Wagen bei den ruckhaften Lenkradbewegungen umkippt. Der Beifahrer-Kollege schluckte und trat mit seinem Fuß intuitiv auf die Phantom-Bremse. Die erste Aufregung gab sich schließlich spätestens nach der dritten Fahrt. Ab da machte das Ganze richtig viel Spaß. So muss sich also Schumacher gefühlt haben! Genial! Wir waren schnell, wir waren hungrig und wollten mehr. 

Training bei Nässe

Als nächstes kam das Training auf einer nassen Straße. Durch den speziellen Belag der Straße und das Wasser wurde hier im Sommer, wir hatten gute 30°C, eine Schnee bedeckte Straße simuliert. Anfahren und dann Vollbremsung und warten, was geschieht. Wahnsinn! Das war ja noch besser als Slalom. Das Sprichwort „in die Eisen steigen“ bekam für uns eine völlig neue Bedeutung. Noch einmal, und dieses Mal fuhren wir mit höherer Geschwindigkeit. Oh je, jetzt bricht der Wagen aus und man kann nichts machen. Das nennt man Erfahrung im Grenzbereich. 

Spaß und Erfahrungen

Das Fahrsicherheitstraining war ein riesiger Spaß und hat eine Menge an Erfahrungen gebracht. Wir wissen jetzt, wo unsere fahrtechnischen Grenzen liegen und wir dem Auto viel mehr zutrauen können. Vollbremsungen sind möglich, ohne dass gleich Schaden an Reifen oder am Auto entstehen. Beim Slalomfahren bzw. beim damit simulierten schnellen Ausweichen muss schon sehr viel passieren, bevor ein Auto umkippt. Insgesamt gesehen, war das Training also sehr sinnvoll, um Hemmschwellen für rabiate Fahrtechniken abzubauen, die in extremen Verkehrssituationen tatsächlich hilfreich sein können. Aber die wichtigste Erkenntnis war, dass man generell einen viel größeren Abstand zum Vordermann einhalten MUSS. Denn unterschiedliche Reifen und Straßenbeläge verändern alles am Bremsweg. Eine Tatsache, die wir alle in der Praxis leider viel zu oft unterschätzen.

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